Sonntag, 28. Juni 2009

Der fliegende Fotograf - reloaded

Vor ca. einem Jahr habe ich einen Beitrag über Luftfotografie hier in diesem Blog veröffentlicht. Vor ein paar Tagen gab es eine zweite Runde zu diesem Thema.

Der Institutsneubau ist fertig gestellt und bezogen worden. Da der Chef auch gerne aktuelle Luftbilder hätte, wurde ein weiterer Flug aus dem Institutsbudget genehmigt (Anmerkung: So teuer ist das nicht. Der Pilot ist ein Mitarbeiter von uns, das Flugzeug gehört dem Flugverein und kostet inkl. Sprit ca. 150 Euro die Stunde. Der Flug dauerte ca. 20 min, die Kosten waren also überschaubar).

Diese mal hatten wir nicht die Cessna, sondern einen schönen kleinen Viersitzer:

Von 20090624 Luftbilder Innotex

Ich saß auf der rechten Seite vorne. Als Kamera kam das gleiche Setup wie beim letzten mal zum Einsatz: Nikon D70s mit Nikkor 70-300 f3.5-5.6 VR Tele drauf.

Der erste Flug war vor ca. genau einem Jahr gewesen. Dieses mal hatten wir das gleiche Wetter. Es war sehr warm und die Sonne schien prächtig. Warm bedeutet also wieder Thermik, es ruckelt ab und zu ein wenig.

Nach dem Start waren wir in wenigen Minuten über dem Neubau. Ich stellte die Kamera auf Dauerfeuer und schoss in genau 4 Minuten und 30 Sekunden 197 Aufnahmen (hab ich anhand der EXIF-Daten der Bilder überprüft).

Von 20090624 Luftbilder Innotex

Von 20090624 Luftbilder Innotex

Von 20090624 Luftbilder Innotex

Von 20090624 Luftbilder Innotex

Von 20090624 Luftbilder Innotex

Da die Sonne trotz der Abendstunde (kurz vor sieben) noch recht hell war, belichtete ich manuell eine Blendenstufe unter. Das war ein wenig viel, wie sich später herausstellte. -0,7 Blendenstufen wären besser gewesen. Aber wozu schiesst man RAW und kann alles nachziehen... Ohne Cockpitscheibe wäre das ganze bestimmt nochmal besser. Ich muss einfach mal mit dem Ultralight-Flieger ne Runde drehen.

Diesmal stellte sich die vom ersten Flug bekannte fatale Übelkeit nicht ein. Ich habe dazugelernt und folgenden Trick herausgefunden: Wenn man beim Fotografieren beide Augen offen lässt, überlagern sich die Bilder vom Sucher und das normale Bild. Das Sucherbild ist wegen der Brennweite (hab meist auf 70-100 mm geschossen) wackeliger als das normale Bild. Da das Gehirn nun vom anderen Auge aber das natürliche Bild bekommt, hat man einen Ankerpunkt und das ganze wirkt ruhiger. War deutlich angenehmer.

Nach wie gesagt viereinhalb Minuten war der Spaß vorbei und wir sind Richtung Innenstadt abgedreht. Hier ein paar Aufnahmen vom Dom, Rathaus und der Fakultät für Maschinenwesen (der blaue Klotz):

Von 20090624 Luftbilder Innotex

Von 20090624 Luftbilder Innotex

Von 20090624 Luftbilder Innotex

Danach zurück zum Flughafen und einer sicheren Landung.

Dienstag, 9. Juni 2009

Netzpolitik

Ich weiß nicht, ob es allein am Superwahljahr 2009 liegt, dass ich mich wieder mehr mit Politik auseinandersetze. Vielleicht hängt es auch ganz schlicht damit zusammen, dass ich mich in letzter Zeit häufiger über politische Diskussionen und Gesetzesinitiativen geärgert habe.

Ganz vorne dabei ist da natürlich die derzeitige Diskussion um Internet-Sperren, über deren Sinn und Unsinn schon so viel geschrieben wurde, dass ich es jetzt nicht nochmal wiederholen muss.
Was mich aber wirklich, wirklich an der ganzen Sache stört:
Ich habe bei den Machthabern häufig den Eindruck, dass sie wenig Ahnung von Internet-Themen haben. Das alleine wäre noch nicht schlimm, man kann ja nicht alles wissen. Aber dass sie sich auch nicht in die Netzkultur einfühlen wollen und können, das finde ich schon höchst ärgerlich.

Es wird gerne so getan, als sei das alles ja nicht so wichtig. Es ist ja "nur" Internet. Für Digital Natives wie mich ist das Netz aber viel mehr: Ich verdiene mein Geld damit, ich verbringe einen großen Teil meiner Freizeit darin, und auch viele "echte" Kontakte knüpfe und pflege ich darüber. Da ist es mir wirklich alles andere als egal, was hier passiert. Und ich habe ein großes Problem damit, wenn Leute darüber entscheiden, die es eigentlich nicht interessiert.

Ich hoffe, dass bald mal die ersten Natives in die interessanten politischen Ämter kommen und zeigen, was für ein Potential hier noch ungenutzt ist - und die "unseren" Themen endlich mal eine deutliche Stimme geben.

Samstag, 14. März 2009

Man hört was man hören will

Die Tage erlebte ich ein tolles Beispiel dafür, wie sehr unsere Wahrnehmung doch von unseren Erfahrungen und Erwartungen geprägt ist.

Ich war die Woche auf einer Konferenz. Auf dem Rückweg saß ich im Flugzeug und las gerade in einem sehr spannenden Krimi. Gerade war ich an der Stelle, bei der die zahlreichen Opfer des Killers gefunden werden, da höre ich mit einem Ohr eine Durchsage der Stewardess:

"Meine Damen und Herren, wir bereiten uns auf den Start vor. Bitte verstauen Sie ihr Handgepäck sicher. Die Leichenteile in die Overheadcompartments, die ...."

Zutiefst erschrocken fahre ich auf. "Leichenteile hat sie gesagt ?" denke ich, doch schon in der gleichen Sekunde hat der Spracherkennungsalgorithmus in meinem Gehirn das Gehörte in den richtigen Kontext gezogen. Gesagt wurde natürlich "Die leichten Teile".

Was lernen wir daraus ? Wenn man etwas hört, sieht, liest, erzählt bekommt, sollte man immer im Hinterkopf behalten, das die Realität ganz anders aussehen kann als wie man sie erfährt. Das Witzige: Jeder erfährt die Realität anders, weil jeder von uns andere Erfahrungen, Erwartungen, Einstellungen hat.

Hottehü!

Vor einigen Tagen hat meine (Ex-)Kollegin Tanja ihre neue Webseite gelauncht: German Horse Center heißt das Baby und befasst sich - der Name sagts schon - mit Pferden. Ihr Ziel ist es, Pferde und ihre potentiellen Käufer zusammen zu bringen - das klingt erstmal banal und wenig innovativ, aber wenn das, was sie mir über den Pferdemarkt so erzählt hat, stimmt, dann ist dieser momentan etwa so transparent wie die kölner Genehmigungsverfahren im U-Bahn-Bau. Insofern ist so eine Plattform, die das Thema professionell und transparent angeht, vielleicht gar keine so schlechte Idee.

Mir fehlt für Pferde zwar sowohl die rechte Begeisterung als auch das nötige Kleingeld, aber wir haben im Vorfeld häufiger über die Webseite diskutiert, und überlegt, wie sie die Seite schön und nutzerfreundlich hinbekommt. Ich drücke auf jeden Fall feste die Daumen, dass das bald so richtig was wird mit den jungen (und alten) Pferden!

Samstag, 7. März 2009

Datenschutz

Schon seit Jahren brodelt die Diskussion um den Datenschutz im Internet. Diese Diskussion habe ich bisher immer zwar interessiert, aber ohne echten Bezug zu dem Thema verfolgt - mir war selber bisher schlicht nie etwas passiert.

Das hat sich kürzlich geändert, und ich möchte diese Geschichte hier einmal dokumentieren, um anderen Leuten Mut zu machen, sich nicht alles gefallen zu lassen. Denn das kann ich schonmal vorwegnehmen: Die Geschichte war zwar ärgerlich, hat aber ein Happy End.

Im Sommer letzten Jahres wurde ich per Mail von einer Headhunterin kontaktiert, die mir eine Stelle im Raum Frankfurt anbot. Die Stelle passte nur so halb auf mein Profil, und auf Frankfurt hatte ich auch keine Lust. Also lehnte ich freundlich ab mit der Begründung, dass ich wenn überhaupt für Angebote aus der Region offen wäre.

Damit hätte die Sache eigentlich erledigt sein können - war sie aber nicht. Die Headhunterin war nämlich bei einer Personalvermittlungsagentur angestellt (deren Namen ich hier bewußt nicht nenne), und wie so viele Firmen verschickte auf diese zu Weihnachten pauschal an alle Leute, mit denen sie irgendwann mal was zu tun hatte, einen Weihnachtsgruß per E-Mail.

Dieser Weihnachtsgruß war inhaltlich komplett belanglos - ganz und gar nicht belanglos war aber, dass im "An"-Feld über 120 Personen im Klartext angeschrieben wurden, darunter auch zahlreiche Angestellte großer deutscher Firmen - für alle sichtbar. Ich bin normalerweise kein Erbsenzähler und hätte sowas in den meisten Fällen als blöden Fehler abgetan. Aber bei einer Personalvermittlung ist das etwas anderes. Jeder, der sich aus einer festen Anstellung heraus auf eine neue Stelle bewirbt weiß, dass man in so einer Situation sehr, sehr vorsichtig sein muss, damit keiner der aktuellen Kollegen Wind von der Sache bekommt. Selbst der Verdacht, dass sich jemand bewirbt, kann schon potentiell unangenehm werden, und der öffentliche Nachweis über einen Kontakt zu einer Personalvermittlungsfirma kann für unangenehme Fragen durchaus schon reichen.

Sofort bat ich per Mail um die Löschung meiner Daten. Darauf kam keine Antwort. Also fragte ich auch beim Landesamt für Datenschutz NRW (LDI) an, ob das denn so in Ordnung sei und ob man da nicht etwas gegen tun könnte. Einige Tage später meldete sich ein Sachbearbeiter, bestätigte klar, dass das nicht in Ordnung sei, und bot sich an, die Sache zu verfolgen. Ich sandte ihm also die Weihnachts-Mail als Beleg zu und wartete.

Zunächst passierte eine ganze Weile gar nichts, dann kam per Einschreiben(!) ein sehr, sehr wütender Brief vom Geschäftsführer der betreffenden Personalvermittlung, in dem er mir Denunziation vorwarf, den Fehler herunterspielte und um den Beleg bat, dass ich überhaupt um die Löschung meiner Daten ersucht hatte.

Ich habe ihm dann nochmal per Brief einen Ausdruck der Mail zugesandt, zusammen mit einem persönlichen Kommentar, dass ich das ganz und gar nicht für einen kleinen Fehler halte, schon gar nicht bei einer Personalvermittlung. Telefonisch habe ich dann auch nochmal mit dem zuständigen Sachbearbeiter beim LDI gesprochen, der mir sagte, dass er dem Unternehmen wohl eine offizielle Belehrung geschickt habe und daraufhin einen sehr wütenden Anruf bekommen habe. Für ihn sei die Sache damit aber erledigt.

Letzte Woche bekam ich dann auch von den Personalvermittlern die schriftliche Bestätigung, dass meine Daten jetzt gelöscht seien.

Fazit: Auch wenn ich schon oft genug persönliche Daten an Unternehmen weitergebe, so heißt das noch lange nicht, dass es mir egal ist, was damit passiert. Zwar gab es an das Unternehmen "nur" eine offizielle Belehrung, aber die wütenden Antworten zeigen mir, dass die Botschaft wohl angekommen ist. Sehr positiv fand ich bei der ganzen Geschichte übrigens das Verhalten des LDI, das ich als kompetent und hilfsbereit erlebt habe. Ich kann nach dieser Erfahrung nur empfehlen, sich nicht einfach alles gefallen zu lassen und zumindest mal bei den richtigen Stellen nachzufragen.

Freitag, 20. Februar 2009

Sony Shit

OK, ich dachte, ich finde das vielleicht einmal lustig, aber weil ich mich jetzt auch beim zweiten Mal gucken komplett weggelacht habe muss ich es einfach posten:

Montag, 9. Februar 2009

Jaja, aber Kartoffelbrei!

Für meinen Lacher des Tages sorgte heute ein Kommentar auf Slashdot, einer Technik-News-Seite. Konkret ging es um einen Artikel über die neue "Hacker-Einheit" der Bundeswehr. Sowas kommt auf einer amerikanischen Seite natürlich nicht ohne Klischee-Deutsch aus...

"Jaja, aber Kartoffelbrei, ich bin mit der Fernsehturm verheiraten. I can fix it for you! Super hero acht klar!

Dieses hax0rs wollen siene gelÃck zu hax0r nicht-unsere aber others netwÃrk getesten. Jemand wollen SS uniformen zugaben before entlich der communist volk probieren sind!"

Mittwoch, 21. Januar 2009

Campus, Alter!

Auch die ehrwürdige RWTH Aachen scheint jetzt von Gangster-Assis befallen zu sein. Nach Aachen, alter! gibt es jetzt die akademische Antwort darauf:

Sonntag, 11. Januar 2009

Der goldene Mittelweg

Als ich heute nichtsahnend durch das winterlich-verschneite Köln lief kam ich auf einmal an einen Ort, der mir den Atem stocken ließ.
Konnte es tatsächlich sein, dass ich ihn gefunden hatte? Den Ort, den manche ihr Leben lang suchen? Unglaublich! Wer konnte ahnen, dass der sagenumwobene Mittelweg einfach nur eine Straße in Köln ist! In wie vielen Diskussionen habe ich mich auf der Suche nach diesem Ort gequält? Wie oft wird er von anderen Menschen gesucht, und wie oft haben wir schon den Glauben daran verloren, dass es ihn überhaupt gibt?

Zugegeben, es ist nicht der goldene Mittelweg, aber das ist doch sicher nichts, was sich nicht mit ein wenig Farbe ändern ließe, oder?

MiGblog

Die tägliche Milch im Gemüsefach

Aktuelle Beiträge

Der fliegende Fotograf
Das Institut, an dem ich arbeite, bekommt zur Zeit...
chickenhawk - 28. Jun, 14:03
Der fliegende Fotograf...
Vor ca. einem Jahr habe ich einen Beitrag über...
chickenhawk - 28. Jun, 13:53
Ja das nervt mich auch...
Ja das nervt mich auch abartig. Petition schon längst...
WurstHorst (anonym) - 9. Jun, 23:10
Petition gegen die Internet-Sperre
Es gibt eine Petition gegen die von unserer Zensursula...
chickenhawk - 9. Jun, 21:10
Netzpolitik
Ich weiß nicht, ob es allein am Superwahljahr...
marvis - 9. Jun, 20:02

eRadio

Blogfever

Suche

 

Status

Online seit 1399 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 28. Jun, 14:03

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Credits

Knallgrau New Media Solutions - Web Agentur für neue Medien

powered by Antville powered by Helma


xml version of this page

twoday.net AGB

Web Counter-Modul


Bilder
Business
CHI2006
Club-Mate
Das logische Eckchen
Das wahre Leben
Ecke für Heulsusen
Einladung zur MiG-26
Filme
Fooooood!
Fotografie
Fundstücke
KADSE!!!
Links
MiG @ Oz
Mig @ WoW
... weitere
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren