Online-Handel im Wandel?
Den Karnevalsbeginn verbrachte ich nicht auf den Straßen Kölns (und wer mich kennt, den überrascht das auch nicht), sondern im Auftrage meines Brötchengebers auf dem Online Handel-Kongress in Wiesbaden. Dort habe ich an meinen Rumsteh-Skills gefeilt, einige potentielle Kunden belabert, mir einige interessante (und ein paar langweilige) Vorträge angehört und gelernt, dass Bummsinchen nichts unanständiges sind.
Bei diesem Kongress trafen sich eine Menge Leute, die in Sachen E-Commerce in Deutschland etwas zu sagen haben. Ich sollte eigentlich den Stand meiner Firma betreuen, aber da wir zu dritt da waren und so viel nun auch wieder nicht los war, habe ich die Zeit genutzt, um mir ein paar Vorträge anzuhören. Meine persönlichen Highlights:
Bei diesem Kongress trafen sich eine Menge Leute, die in Sachen E-Commerce in Deutschland etwas zu sagen haben. Ich sollte eigentlich den Stand meiner Firma betreuen, aber da wir zu dritt da waren und so viel nun auch wieder nicht los war, habe ich die Zeit genutzt, um mir ein paar Vorträge anzuhören. Meine persönlichen Highlights:
- Dr. Björn Schäfers von smatch stellte sein Portal als shop-übergreifende Shopping-Plattform für Mode, Wohnen und Lifestyle vor. Ein wirklich guter Vortrag über eine wirklich gute Idee, die dank mächtiger Unterstützung (Otto) tatsächlich ein Erfolg werden könnte. Der Mann schien zu wissen, wovon er redet.
- Michael Munz vom Holtzbrink eLab (ja, das sind die, denen StudiVZ gehört) erzählte viel spannendes über Web 2.0-Geschäftsmodelle und berichtete u.a. darüber, wie man sich eigentlich eine Community bastelt, wenn die Technik erstmal steht. Denn am Tag 1 ist eine Seite zwar on, aber keiner da. Deswegen muss man da mit viel Geduld und persönlicher Community-Pflege ans Werk gehen, damit es irgendwann (hoffentlich) mal fluppt. Das scheint dort auch sehr ernst genommen zu werden - schön zu sehen, dass es durchaus Geschäftsleute gibt, die Online-Communities verstehen.
- Ich bin kein Fan von Microsoft, aber was Said Zahedani über User Experience zu sagen hatte, klang schonmal gar nicht so blöd. Er wetterte gegen langweilige und komplizierte Einkaufserlebnisse und zeigte an Beispielen wie dem Otto Vista-Shop, wie es auch anders gehen kann. Ich bin mir zwar nicht sicher, ob sowas die richtige Strategie ist, aber wenigstens traut sich da mal jemand was und denkt in die richtige Richtung.
- Gunter Dueck positionierte sich angenehm als Querdenker und stellte die großen Fragen dazu, warum E-Commerce in Deutschland nicht schneller voran kommt. Die ultimative Antwort darauf gibt es natürlich nicht, aber es hat sicher was mit Infrastruktur, ängstlichen Kunden und zu sehr marketingorientierten Anbietern zu tun. Wenn man sich so die anderen Vorträge anhörte, dann konnte man gerade letzteres wirklich glauben: Wie wärs mal mit konsequent auf Nutzerbedürfnisse zugeschnittenen Lösungen statt nur immer feinkörnigerer Optimierung mit immer ausgefuchsteren Tools?
marvis - 3. Feb, 16:26
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