Das tapfere Schneiderlein
Gerade eben war ich bei dem Schneider um die Ecke um eine Jacke abzuholen, die er repariert hat. Der Schneider ist ein freundlicher Mann mittleren Alters, vermutlich arabischer Herkunft, und es ist wirklich ein Segen, ihn in der Nachbarschaft zu haben. Ich kann schon gar nicht mehr sagen, wie viele Lieblingsklamotten er mir schon gerettet hat, und dabei wohne ich gerade mal 2 Jahre hier.
Seitdem ich diesen Schneider in der Nähe habe nehme ich Schneider-Dienstleistungen viel häufiger in Anspruch als jemals zuvor. Das ist oberflächlich gesehen seltsam, denn als Student hatte ich ja eigentlich viel weniger Geld und hätte mit der Erparnis (Reparieren statt Neukaufen) eigentlich viel mehr anfangen können. Tatsächlich liegt es wohl hauptsächlich an der Bequemlichkeit und daran, dass ich manche Kleidungsstücke einfach so sehr mag, dass ich sie ungern einfach so ersetzen möchte.
Der Schneider brachte mich dabei zum nachdenken: Gerade in letzter Zeit sind die Zeitungen ja mal wieder voll von Schreckensmeldungen aus der Wirtschaft, und auch aus meinem direkten Umfeld höre ich schon von den ersten konkreten Auswirkungen.
Was mich aber wirklich interessieren würde: Lassen die Leute in schlechten Zeiten ihre kaputten Klamotten häufiger beim Schneider reparieren oder kaufen sie einfach insgesamt weniger? Oder bei Autos: Kaufen jetzt mehr Leute Gebrauchtwagen oder wird generell weniger in Autos investiert?
Ich bin mir nicht sicher, aber ich vermute einfach mal, dass sich der Lebensstil der allermeisten Leute nur ganz, ganz langsam und auch nur im allernötigsten Maße verändert. Das würde bedeuten: Weniger Klamotten kaufen ist (halbwegs) ok, aber wer bisher seine Sachen nicht vom Schneider hat reparieren lassen, der wird es auch in naher Zukunft nicht tun.
Andererseits: Manchmal kaufen sogar Jedis Gebrauchtwagen...
Seitdem ich diesen Schneider in der Nähe habe nehme ich Schneider-Dienstleistungen viel häufiger in Anspruch als jemals zuvor. Das ist oberflächlich gesehen seltsam, denn als Student hatte ich ja eigentlich viel weniger Geld und hätte mit der Erparnis (Reparieren statt Neukaufen) eigentlich viel mehr anfangen können. Tatsächlich liegt es wohl hauptsächlich an der Bequemlichkeit und daran, dass ich manche Kleidungsstücke einfach so sehr mag, dass ich sie ungern einfach so ersetzen möchte.
Der Schneider brachte mich dabei zum nachdenken: Gerade in letzter Zeit sind die Zeitungen ja mal wieder voll von Schreckensmeldungen aus der Wirtschaft, und auch aus meinem direkten Umfeld höre ich schon von den ersten konkreten Auswirkungen.
Was mich aber wirklich interessieren würde: Lassen die Leute in schlechten Zeiten ihre kaputten Klamotten häufiger beim Schneider reparieren oder kaufen sie einfach insgesamt weniger? Oder bei Autos: Kaufen jetzt mehr Leute Gebrauchtwagen oder wird generell weniger in Autos investiert?
Ich bin mir nicht sicher, aber ich vermute einfach mal, dass sich der Lebensstil der allermeisten Leute nur ganz, ganz langsam und auch nur im allernötigsten Maße verändert. Das würde bedeuten: Weniger Klamotten kaufen ist (halbwegs) ok, aber wer bisher seine Sachen nicht vom Schneider hat reparieren lassen, der wird es auch in naher Zukunft nicht tun.
Andererseits: Manchmal kaufen sogar Jedis Gebrauchtwagen...
marvis - 22. Dez, 16:29
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