Filme

Samstag, 12. Juli 2008

Retro-TV

David Hasselhoff

"Fersehserien von früher" sind ja immer wieder ein gern genommenes Party-Gesprächsthema. Das schöne ist, dass fast jeder, der in den 80ern aufgewachsen ist, dazu etwas beitragen kann: Wie man wegen McGuyver Ingenieur wurde, dass man für Knight Rider extra lange aufbleiben durfte oder wie cool Hannibal Smith vom A-Team doch war.

Ich bin ja selber ein Kind der 80er, und ich hab als Kind und Teenager auch viel Zeit mit amerikanischen Serien vor dem Fernseher verbraucht. Und ja, ich fand das damals auch toll.
Aber:

Es reicht!

Ich habe diese Retro-TV-Gespräche jetzt schon einige dutzend Male auf Parties erlebt, und so langsam nervt es nur noch. Die meisten Serien sind wirklich nur rückblickend gut. Das merkt man schnell, wenn man sich heute nochmal eine Folge von damals ansieht. Wer dann mehr als nur Nostalgie verspürt, sondern das ernsthaft gut findet, der ist vermutlich irgendwo in den 80ern hängen geblieben.

Dabei gibt es doch mehr als genug aktuelle Kultur, über die man reden kann! In den Nuller-Jahren sind so unglaublich viele neue Serien und Filme rausgekommen, dass da wirklich für jeden was dabei sein sollte. Warum dann immer noch in den 80ern schwelgen?


Hasselhoff hasselhoff Hasselhoff




Update: Ich glaubs nicht...es wird tatsächlich neue Knight Rider-Folgen geben:

Mittwoch, 6. Februar 2008

Cloverfield

Ich komme gerade aus Cloverfield, und mir ist immer noch ein bißchen schummerig in der Magengegend. Dabei ist der Film gar nicht mal besonders ekelig, da habe ich schon wesentlich härteres gesehen. Ich habe nur schon lange keinen Actionfilm gesehen, bei dem ich so mitgefiebert und mich so sehr "dabei" gefühlt habe wie bei diesem Film.

Zur Handlung nur ganz kurz: New York wird von einem Monster unbekannter Herkunft ziemlich komplett zerlegt, und die Protagonisten sind mittendrin und versuchen, ihre Haut zu retten. Dabei hat einer von ihnen eine Kamera dabei und schneidet einfach mit, was diese gerade so erleben. Das gibt dem Film eine völlig andere Perspektive, die weit von typischer Hollywood-Ästhetik entfernt ist und in seiner Machart kaum einem anderen Film gleicht. Allerhöchstens "Blair Witch Projekt" könnte man vielleicht als entfernten Verwandten anführen.

Das ganze wirkt sehr intensiv, und nicht nur bei mir stellte sich sehr schnell eine leichte Übelkeit durch die schnellen, ruckeligen Bewegungen ein. Das kann man gut finden oder auch nicht, aber es lässt einen auf jeden Fall nicht kalt. Sicher kein einfacher Film, aber trotzdem eine dicke Empfehlung von mir!

Hier noch der Trailer (der aber die Atmosphäre des Films nur sehr begrenzt wiedergibt):

Link: sevenload.com

Mittwoch, 3. Oktober 2007

Kino: Die Fremde in dir

Gestern war mal wieder Kino angesagt. Boergi wollte unbedingt Die Fremde in dir sehen, weil sie Jodie Foster so gerne mag. Ich bin zwar selber kein Riesenfan von ihr, hab mich aber nicht lange bitten lassen. Kino ist ja immer gut.

Zum Film: Jodie Foster spielt eine erfolgreiche Radiomoderatorin, die zusehen muss, wie ihr Verlobter von einer Straßengang zu Tode geprügelt wird. Sie selbst wird schwer verletzt, und als sie wieder aus dem Krankenhaus kommt kämpft sie nicht nur mit dem Verlust ihres Verlobten, sondern auch damit, dass sie nicht mehr ohne Angst aus dem Haus gehen kann. Über dunkle Kanäle besorgt sie sich eine Pistole - zunächst nur zur Selbstverteidigung, doch dann beginnt sie, quasi stellvertretend Rache an kriminellen Arschlöchern zu nehmen. Dabei wird sie natürlich auch von der Polizei gesucht, doch die rechnet nicht mit einer Frau, die Rache nehmen will. Am Ende bekommt sie die Chance zur Abrechnung mit der Gang - und nutzt sie auf unerwartete Weise.

Das klingt zwar alles nach einer blutrünstigen Rachestory, aber eigentlich steht die Protagonistin und ihre Veränderung durch den Verlust im Vordergrund. Auch wenn ihr Verhalten blutrünstig wirkt, so kann man es doch fast immer nachvollziehen. Die nötige Spannung entsteht nicht zuletzt dadurch, dass sie immer wieder dem gegen sie ermittelnden Polizisten begegnet, den sie zwar sympathisch findet, sich aber nicht verraten darf.

Fazit: Für mich ein echt gelungener Film. Die Darsteller wirken überzeugend, die Story ist interessant und alle Personen und die ganze Umgebung wirkt sehr echt, nicht künstlich. Trotz des Rache-Themas wirkt der Film insgesamt jedoch eher ruhig - so ruhig, dass ein paar Reihen hinter uns nach etwa der Hälfte des Films lautes Schnarchen zu hören war.

Montag, 28. Mai 2007

Karibisches Vergessen

Gestern Abend war mal wieder Kino angesagt. Die Wahl fiel auf den neuen Fluch der Karibik 3, und obwohl der mit knapp 3 Stunden schon ziemlich lang ist, war es ein durchaus unterhaltsamer Abend. Johnny Depp gibt mal wieder wunderbar den durchgeknallten Piraten, Orlando Bloom gibt den Mädels einen Helden zum Anschmachten und Keira Knightly darf auch einige Ärsche treten. Dazu gibts mal wieder Untote, Flüche, Seeschlachten und noch einiges mehr von dem, was schon die ersten beiden Teile zu einem Vergnügen machte. Ein schöner Film für einen lustigen Kinoabend mit Freunden.

Was mich aber verwundert hat: Wir haben vorher zu viert überlegt, worum es denn nochmal genau in den ersten beiden Teilen ging. So grob wussten wir es noch, aber irgendwie hatten wir doch erstaunlich viele Storylöcher in unseren Köpfen, die wir auch gemeinsam nicht füllen konnten. Klar fielen uns noch die untoten Piraten und die Verfluchten um den tentakligen Kapitän Davy Jones ein, aber wie war das denn nochmal genau? Wer fährt mit wem nochmal wohin? Wer sucht was? Und warum überhaupt?

Natürlich kann es sein, dass wir allesamt ein schlechtes Gedächtnis haben. Vielleicht ist es aber auch das, was gutes Unterhaltungskino ausmacht: Eine Handlung, die zwar nicht so dünn ist, dass es unangenehm auffällt, aber doch nicht so dick, dass man sich wirklich konzentrieren müsste. Ein paar coole Charaktere, denen man gerne zusieht, egal was sie gerade genau machen. Und eine Bilderflut, die man ruhig auch mal ganz zurückgelehnt bestaunen darf.

Sonntag, 13. Mai 2007

Spidermans Vorverangenheit

Kurzes Update zum letzten Eintrag: Spiderman 3 ist ein ganz brauchbarer Superhelden-Film und nette Abendunterhaltung, mehr aber auch nicht. Kann man sich angucken, ist aber keine Pflicht.

Woran ich aber dabei mal wieder denken musste: Es ist doch erstaunlich, was der Spiderman-Regisseur Sam Raimi für eine Karriere hingelegt hat. An den Herren erinnere ich mich nämlich noch sehr gut aus meiner Teenager-Zeit, in der ich zusammen mit meinen Kumpels bei Unmengen Cola und Chips gerne trashige Splatter-Filme konsumiert habe. Einer unserer Kultfilme war damals Army Of Darkness, ein nicht so ganz ernst zu nehmender Horrorfilm, bei dem Hauptdarsteller Bruce Campbell mit einer fest am Arm montierten Kettensäge durch Armeen von Untoten metzelt. Regie führte damals derselbe Sam Raimi, der heute mit Spiderman 3 Kassenrekorde feiert. Und Bruce Campbell ist auch mit dabei, als übertrieben französischer Platzanweiser in dem Restaurant, in dem Spiderman seiner geliebten Mary Jane einen Heiratsantrag machen will. Zufall?

Da fällt mir auch direkt noch ein zweiter Regisseur ein, bei dem es so ähnlich ist: Peter Jackson. Dessen Frühwerke Bad Taste, Meet The Feebles oder Braindead gehörten ebenfalls zu den Kultfilmen meiner Teenagerzeit, bewegen sich aber mit ihrem humorvoll-schrägen und sehr blutigen Stil weit ab von dem, was Hollywood-Ästhetik ausmacht. Und heute? Mittlerweile hat sich der Mann mit Der Herr der Ringe seinen Platz in den Reihen der ganz Großen gesichert.

Ich weiss nicht, ob man das verallgemeinern kann, aber eines gefällt mir an diesen beiden Fällen: Da sind Leute, die alles andere als eine normale Karriere hingelegt haben. Die mit ziemlich abgedrehten, ungewöhnlichen Filmen angefangen haben und später dann gezeigt haben, dass sie auch ein Massenpublikum unterhalten können. Das sollte man vielleicht mal Eltern erzählen, die sich für ihre Kinder eine geradlinige Karriere wünschen...

Sonntag, 25. Februar 2007

Pan's Labyrinth

Ich war gestern mal wieder mit Boergi im Kino und wir haben uns Pans Labyrinth angesehen.

Der Film ist ein Märchen für Erwachsene, im besten Sinne. Märchen, weil sich viele klassiche Märchenelemente wiederfinden: Verwunschene Orte, gute und böse Fantasiewesen und sogar eine Prinzessin in der Hauptrolle. Für Erwachsene, weil einige Szenen doch etwas ekelig und blutig sind. Dies wird jedoch nicht als reiner Schockeffekt eingesetzt, sondern macht hier wirklich Sinn, da die Handlung zur Zeit des zweiten Weltkriegs in Spanien spielt, und Krieg muss man nun wirklich nicht verniedlichen.

Ich will hier gar nicht zu sehr auf die Handlung eingehen, die kann man in jeder FIlmkritik nachlesen. Aber eine dicke Empfehlung möchte ich auf jeden Fall loswerden. Der Film ist ungewöhnlich gemacht, die Handlung ist interessant und wenig vorhersehbar und die Detailverliebtheit verleiht dem Film insgesamt sehr viel tiefe. Und das Happy End ist wahrscheinlich eines, was man so in einem Hollywood-Film nie sehen würde.

Außerdem nett: Zur Abwechslung gibts mal spanische statt deutsche Nazis zu sehen. Die sind zwar kaum besser, zeigen aber, dass sich im Krieg nicht nur Deutsche schwer daneben benommen haben.

Link: sevenload.com

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