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Reisen

Sonntag, 5. Oktober 2008

Wochenende in Brüssel


Ich habe das lange Wochenende genutzt und mit Börgi einen Kurztrip nach Brüssel gemacht. Ich war schon ein paar Mal beruflich da, hatte aber nie genug Zeit, um mir die Stadt auch mal etwas in Ruhe anzusehen - Zeit, das nachzuholen.

Brüssel fühlt sich insgesamt etwa so an, als würde man die Düsseldörfer Kö, den Kölner Dom und Köln-Mühlheim direkt nebeneinander packen. Der Übergang von chic, altehrwürdig und rödelig ist oft ziemlich abrupt, macht die Stadt aber irgendwie auch interessant.

Natürlich stand auch ein wenig Sightseeing auf dem Plan: Nachdem wir den Grand Place ausreichend gewürdigt haben haben wir uns durch den modernen Flügel des königlischen Kunstmuseums geschlagen. Dabei habe ich mal wieder gemerkt, dass Kunst, die mir wirklich gefällt, anscheinend erst ab dem 20.Jahrhundert produziert wurde. Dafür gab es davon auch recht viel Schönes, u.a. einiges von René Magritte, der im nächsten Jahr auch ein eigenes Museum in Brüssel bekommen wird.

Auch zum ausgiebigen Bummeln und shoppen haben wir uns Zeit genommen. Mein persönliches Highlight war dabei der Besuch eines kleinen Plattenladens namens Doctor Vinyl, bei dem mich der Verkäufer auf meine Nachfrage hin mit einem Haufen Platten von coolen, eher unbekannten belgischen Künstler eingedeckt.

Auf kulinarischer Seite gab es neben belgischen Pommes und einigen sehr netten asiatischen Kleinrestaurants ein echtes Highlight: in 't Spinnekopke ist ein uriges, gemütliches Restaurant, bei dem ich einer Empfehlung gefolgt bin - alleine hätte ich es wohl nicht gefunden. Auf jeden Fall gab es dort gutes, belgisches Bier und sehr leckere Steaks. Mjam! Zum Weggehen ist übrigens generell die Gegend um den Sint Goriksplein sehr gut geeignet. Hier gibt es eine sehr hohe Bar-Dichte und auch nicht nur Touristen.

Unser Hotel gehörte übrigens eher nicht zu den Highlights. Es lag außerhalb der Innenstadt in einem eher zweifelhaft wirkenden Viertel, hatte den kleinsten Aufzug, den ich je gesehen habe, und das Farbkonzept der Zimmer war....äh....ja....

Ansonsten ist Brüssel aber auf jeden Fall mal eine Reise wert. Wenn man sich nicht (wie wir) verfährt, dann kann man sogar in 2 Stunden da sein. Ideal für einen Wochenendtrip.

Sonntag, 1. April 2007

Discmania

Discman
Freitag auf dem Weg zur Arbeit: Ich sitze in der Bahn, und mein iPod singt mir ein paar schöne Lieder vor. Da setzt sich eine Frau (schätzungsweise Anfang 30) neben mich, kramt in ihrer Handtasche, und zieht einen Discman hervor! Ja, ehrlich! So ein altes, mobiles Musikabspielgerät aus der Prä-MP3-Ära! Und dann zieht sie auch noch eine CD hervor, legt sie ein und hört sie sich an!

Nichts ungewöhnliches? Klar habe ich auch noch so ein Ding rumliegen, und bis vor einigen Jahren auch noch regelmässig benutzt. Aber irgendwie sind diese Geräte nach einer kurzen Blütezeit doch wieder vom Straßenbild verschwunden. Wenn ich heute in Köln Bahn fahre, dann sehe ich eigentlich fast nur noch Leute an winzigkleinen MP3-Playern nesteln. Discmans wirken da fast schon so wie ein Relikt der der Mediengeschichte, so wie es Pacman für die Computerspielgeschichte ist: Früher mal hoher Coolnessfaktor, mittlerweile technisch aber überholt.

OK, vielleicht übertreibe ich hier auch ein bißchen, aber ich muss doch ganz ehrlich zugeben, dass ich zuvor sehr lange niemanden mehr einen Discman habe benutzen sehen. Oder benutzt ihr euren etwa noch?

Dienstag, 21. März 2006

Sekt statt Selters!

War übers Wochenende mal wieder in Regensburg und hatte sogar ein bischen Zeit zum Shoppen mit meiner Freundin. Sie hat sich eine neue Uhr geleistet (von Fossil, hübsches Teil) und als wir in dem Laden, wo sie sich die gekauft hat, an der Kasse standen, fragte die Verkäuferin plötzlich:"Kennen Sie sich zufällig gut mit Computern aus?"

Als ich ihr dann sagte, dass ich Informatik studiere, fing sie an zu strahlen und sagte mir, sie müsse eine Diskette formatieren, um irgendwelche Kassendaten zu backupen, und das ginge nicht wie in der Anleitung.

Ich dann also an den Rechner, mal schnell "format a:" gemacht und dann wars gut (die Disketten waren unformatiert, als ging das "a:", das in der Anleitung stand, nicht). Sie hat sich daraufhin so gefreut, dass sie mir eine Flasche Sekt geschenkt hat. Daran hing noch so weisses Deko-Zeug, war also vermutlich etwas, das die sonst Leuten schenken, die Eheringe kaufen. Egal, trotzdem nett. Da sieht man mal, wofür scheinbar nutzloses Geek-Wissen manchmal gut sein kann. :-)

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