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Wohnen to the maxx

Mittwoch, 28. Mai 2008

Evil diabolical Vermieter from hell

Wir sind in Aachen auf Wohnungssuche und haben die erste Besichtigung auch schon gemacht. Und ich hoffe sehr, dass nicht alle Vermieter so sind wie diejenigen, die wir hier getroffen haben.
Besichtigt haben wir eine Wohnung im Aachener Westen. Die Vermieter, ein älteres Ehepaar, wohnen auch im Haus. Direkt das erste Telefonat war erquickend.
Vermieter: "Hallo ?" (ich liebe es ja so sehr, wenn die Leute sich nicht mit Namen melden)
Ich nannte meinen Namen.
"Wir würden uns gerne die Wohnung in der XYZstraße anschauen."
"Wie viele Personen würden einziehen ?"
"Ich und meine Freundin"
"Und wie alt sind Sie ?"
"ich bin 28, meine Freundin ist 26"
"Was machen sie beruflich ?"
.
.
.
Und so ging das Kreuzverhör weiter, bis sich gnädigerweise ein Termin zur Besichtigung finden liess. Mich störten die Fragen eigentlich gar nicht, sondern der Ton. Wie auf dem Polizeirevier, ohne das mal persönlich erlebt zu haben.

Die Besichtigung war ein Desaster. Mir wurde nicht gesagt, dass die Vermieter im Haus wohnen, daher stand ich 10 Minuten vor der Tür und habe dumm gewartet. Dann angerufen, genervt angepampt worden und geklingelt. Meine Freundin war nicht dabei, sie hatte kurzfristig einen Termin und musste 15 min später kommen. Der Mann sofort:
"Wo ist denn ihre Partnerin" (in ganz scharfem Ton)
"Die hat noch einen Termin und kommt nach"
"Das geht so nicht, die müssen wir auch kennen lernen."
"Ich sagte ja bereits, sie kommt noch nach."
Die Wohnung an sich war ganz nett, aber dann wurden die Hausregeln eröffnet:
Vermieter: "Die Wände werden tapetenfrei übergeben, dann kann sich das jeder so einrichten wie er möchte."
"Gut, wir würden wohl eher streichen..."
"Das ist aber nicht so gut, da kriegt man dann ja unter Umständen später keine Tapete mehr drauf" (scharfer Ton versteht sich)
"Ich dachte, jeder kann es sich so machen, wie er möchte..."
"Nur, wenn man später auch wieder tapezieren kann. Es gab da ja auch mal ein Gerichtsurteil, dass der Mieter die Tapete drin lassen kann, aber das machen wir hier nicht."

Achso, die XYZstraße in Aachen hat also eine vom Rest der Welt getrennte Rechtsprechung.

des weiteren...

"Die Biotonne wird von den Mietern alle vier Wochen gereinigt, damit kein Ungeziefer angelockt wird. Wir legen dann Zettel in den Briefkasten. Ausserdem muss der Hausflur von den Mietern geputzt und der Hof gefegt werden. Haustiere sind nicht erlaubt, jede Partei hat festgelegte Waschtage, das ist für Sie Montag und Dienstag, der Garten ist nur für uns. Die Zimmer werden wenn überhaupt weiss gestrichen, nicht dass sie hier bunte Zimmer haben möchten."

Nebenkosten waren trotz eigenem Putzen trotzdem recht hoch, und die Nutzung der Satellitenanlage sollte 15 Euro im Monat kosten. Grund:
"Wenn auf digital umgestellt wird, kostet das 8-9000 Euro fürs Haus," (?????) "das bezahlen wir dann so ohne weitere Zusatzkosten für Sie".

Ich fragte, ob DSL hier verfügbar sei.

"Wir denken schon, aber das müssen Sie bei der Telekom erfragen."
Gut, kein Thema. Der Mann setzt aber direkt nach:
"Aber kein Funk, nicht dass sie hier irgendwelche Funknetze aufbauen."

Ich sagte direkt am nächten Tag ab und bekam nur ein pampiges "Wir hätten Sie auch nicht genommen" entgegen gepfeffert.

Unterm Strich: Die hätten uns vorgeschrieben, wie wir zu leben haben. Ich kann ja verstehen, dass Vermieter auf Nummer sicher gehen und ihre Mieter genauer kennen lernen möchten. Aber der Ton liess doch arg zu wünschen übrig. Des weiteren frage ich mich, was sich die Leute einbilden, dass sie einen mit einem solchen Regelwerk zuschütten. Musik hören, gar Musik machen, evtl. mal auf dem Balkon grillen, vllt. in ein paar Jahren ein schreiendes Baby, da will ich gar nicht dran denken.

Auf denn, weiterhin suchen. Noch haben wir nix gefunden... bzw. kennt jemand zufällig was ?

Wir suchen eine 3-4 Zimmer Wohnung um die 80 qm bis 800 Euro warm im Aachener Norden oder Westen (Hörn, Königshügel, Westpark, Lousberg z.B. Kriterium ist, dass sowohl die Innenstadt als auch Melaten mit dem Rad relativ problemlos zu erreichen sind. Meldet euch ! ;-)

Montag, 3. September 2007

Neue Mitbewohner

Seite heute haben Boergi und ich zwei neue Mitbewohner. Darf ich vorstellen: Ruby (rechts) und Loui.
Loui und Ruby am ersten Tag

Montag, 13. August 2007

Baumarkt-Rallye

Heute habe ich eine ziemlich unterhaltsame Stunde mit Boergi im Baumarkt verbracht. Wir suchten eigentlich nur ein kleines Regal für unser Bad. Es sollte nicht hoch sein und ohne Bohren befestigt werden können. Eigentlich nichts kompliziertes.

Es stellt sich heraus, dass es das, was wir suchten, nicht von der Stange gab. Also kauften wir zunächst eine kleine Glasplatte und suchten dann eine Halterung dafür. Mit der Suche danach verbrachten wir eine sehr spassige Stunde. Als Kandidaten für die Halterung fanden wir:
  • Eine Dichtung für Regenrinnen, kombiniert mit einem Laubfangkorb
  • Lampenschirme
  • umgedrehte Zahnputzbecher
  • Glasbausteine

Letztlich nahmen wir dann doch zwei Steine, die eigentlich als Beetbegrenzungen gedacht waren, und kombinierten sie mit einer Antirutsch-Matte, die wir entsprechend zurechtgeschnitten haben.

Die ganze Aktion hat aber so viel Spass gemacht, dass ich glatt überlege, warum sowas noch kein Baumarkt als Promo-Aktion gemacht hat. Man lernt dabei den ganzen Laden kennen und schaut sich die ganze Zeit aufmerksam um, denn alles könnte ja das Problem lösen. Vielleicht liest das hier ja irgendein Baumarkt-Marketing-Mensch und mag das mal ausprobieren. Ich bin mir sicher, dass sich der entsprechende Baumarkt damit ein paar echte Fans machen kann.

Update: So siehts aus:
Selbstgebasteltes Regal im Bad

Dienstag, 3. April 2007

Ich bin Dein Regal!

Es ist schon ein paar Jahre her - ich muss wohl so etwa 14 gewesen sein - da baute ich mit meinem Vater ein Ikea-Möbel auf. Ob es nun eine Kommode war oder ein Regal, ich weiss es nicht mehr, und es spielt eigentlich auch keine Rolle. Auf jeden Fall entfuhr meinem Vater angesichts meines (mangelnden) handwerklichen Geschicks irgendwann ein Seufzer, den er etwa mit folgenden Worten ergänzte:
"Lern nur schön, damit Du nie mit handwerklicher Arbeit Dein Geld verdienen musst. Ich glaube, dann würdest Du verhungern."

Das war zwar im Spass gesagt, aber dieses Trauma habe ich bis heute nicht überwunden. Heute jedoch kamen unsere neuen CD-Regale von Regaflex, und die sind so dermaßen easy aufzubauen, dass sogar ich das kann. Ich habe meine Sammlung noch nicht umgeräumt, der Alltagstest steht damit also noch bevor. Aber trotzdem war das Balsam auf eine alte Wunde.

Und: Das gab mir einen Grund, einen alten Ohrwurm nochmal auszugraben.

Ich bin Dein Regal!
Und nein, für diesen Eintrag wurde ich nicht bezahlt.

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